|
Über viele Jahrzehnte, sogar Jahrhunderte bestimmte das Barockschloss gemeinsam mit den Kirchen die interessante Silhouette der Stadt Zerbst. Die verbliebenen Mauern des Ostflügels und eines Teils des Haupttraktes fristeten nach der Zerstörung der ehemaligen fürstlichen Residenz im Jahr 1945 ein klägliches Dasein. Der kunsthistorisch wertvolle Baukörper war schutzlos der Witterung bzw. dem Vandalismus und damit der sukzessiven Vernichtung ausgesetzt.
Der Grad der Zerstörung nahm gerade in den letzten Jahren dramatisch zu. Viele herausragende Ornamente aus Sandstein und interessante Stuckelemente, die noch bis in die 1980er bzw. 1990er Jahre vorhanden waren, sind heute verloren. Die Mauern der nördlichen Gebäudehälfte, dem ehemaligen Haupttrakt und ältesten Teil des Schlosses, driften bedrohlich auseinander. Regen und Feuchtigkeit haben noch existierenden historische Mauern und Gewölbe durchtränkt. Bei starken Regenfällen gelangt das Wasser partiell bis in die unterste Kelleretage.
Der Förderverein Schloss Zerbst e. V. leistet seit seiner Gründung am 7. März 2003 aktive Beiträge zur Rettung des Schlossensembles. Dabei haben die Sicherung der vorhandenen Substanz sowie die Sensibilisierung und Heranführung der Bevölkerung an das Gebäude oberste Priorität. Bisher erfolgten vier komplexe Sicherungsmaßnahmen. Alljährlich finden von April bis Oktober vielfältigen Veranstaltungen im Schloss statt. Herausragend sind auch die Ausstellungsräume mit interessanten Originalobjekten.
Sicherungsmaßnahme V 2009/10
|
|
Ausstellungsraum I 2009
|
|
6. Schlossabend 2009
|
|